top of page

Kopfmenschen und Skeptiker, warum hinter der Abwehr oft mehr Tiefe steckt als gedacht

  • Autorenbild: Petra Eichenberger
    Petra Eichenberger
  • 12. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen reagieren skeptisch auf Spiritualität, besonders dann, wenn sie stark im Verstand verankert sind. Doch diese Abwehr ist selten Zufall. Sie erzählt mehr über den Menschen dahinter, als man auf den ersten Blick vermutet.



In den Kommentaren auf meinem YouTube-Kanal begegne ich immer wieder Menschen, die sofort innerlich zumachen, sobald es um Themen wie Energie, Medialität oder Intuition geht. Der Kopf schaltet sich ein und mit ihm auch eine gewisse Distanz. Und ganz ehrlich, ich verurteile das nicht.

Der Verstand als Schutz

Viele glauben, Kopfmenschen seien einfach rational oder kühl. Doch so einfach ist es nicht. Der Verstand ist in erster Linie ein Werkzeug und für viele Menschen ist er im Laufe ihres Lebens zu einem Schutz geworden. Ein Schutz vor Unsicherheit, vor Kontrollverlust und vor allem vor Dingen, die sie nicht einordnen können. Wenn jemand also skeptisch reagiert, dann ist das selten Arroganz. Es ist meistens ein Bedürfnis nach Sicherheit.

Warum Skepsis entsteht

Was ich immer wieder beobachte, ist, dass gerade die Menschen, die am meisten hinterfragen, oft die sind, die eigentlich sehr tief fühlen könnten. Doch sie lassen es nicht zu. Viele haben gelernt, sich nur auf das zu verlassen, was sie verstehen und beweisen können. Alles andere wird automatisch kritisch betrachtet oder sogar abgelehnt. Skepsis ist dabei nichts Negatives. Sie wird erst dann zur Blockade, wenn sie nicht mehr offen bleibt.

Zwei Arten von Skeptikern

Meine Erfahrung zeigt, dass es einen entscheidenden Unterschied gibt. Es gibt Menschen, die sagen, sie verstehen etwas noch nicht und möchten mehr darüber erfahren. Diese Menschen kommen häufig auch zu mir in eine Sitzung. Und es gibt Menschen, die innerlich bereits entschieden haben, dass etwas nicht sein kann. Diese Menschen kommen in der Regel nicht zu mir. Diese beiden Haltungen unterscheiden sich grundlegend. Die eine ist offen und neugierig, die andere verschliesst sich. Genau hier entsteht oft die Abwehr, die viele in spirituellen Themen wahrnehmen.

Der Wunsch nach Kontrolle

Wenn ich tiefer hinschaue, geht es selten wirklich um Spiritualität selbst. Es geht vielmehr um Kontrolle. Alles, was nicht messbar oder logisch erklärbar ist, bringt den Verstand an seine Grenzen. Und genau diese Grenze fühlt sich für viele Menschen unangenehm an. Also übernimmt der Kopf wieder die Führung, um Sicherheit herzustellen.

Ein anderer Zugang zur Spiritualität

Was viele überrascht, ist meine Erfahrung, dass Kopfmenschen nicht weniger spirituell sind. Sie brauchen lediglich einen anderen Zugang. Einen, der sie nicht überfordert und ihnen erlaubt, Schritt für Schritt zu verstehen. Wenn sie beginnen, sich zu öffnen und Vertrauen aufzubauen, gehen sie oft tiefer als andere. Nicht, weil sie einfach glauben, sondern weil sie wirklich begreifen wollen und in ihr eigenes Erleben kommen.

Die Verbindung von Verstand und Gefühl

Für mich geht es nicht darum, den Verstand auszuschalten. Es geht darum, ihn mitzunehmen. Wahre Entwicklung entsteht dort, wo Verstand und Gefühl zusammenwirken. Nicht gegeneinander, sondern miteinander. Genau in dieser Verbindung liegt eine besondere Stärke.

Ein persönlicher Gedanke zum Schluss

Wenn du dich selbst als Kopfmensch erkennst oder merkst, dass du bei solchen Themen eher in die Abwehr gehst, dann ist das nichts, was falsch ist. Vielleicht bist du einfach jemand, der nicht blind glauben möchte, sondern verstehen will. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, weil ich selbst als Kopfmensch geboren bin und in vielen Situationen kritisch bin, insbesondere wenn es um Esoterik geht.

Deshalb betone ich immer wieder, dass ich als bodenständige Frau und Mutter eine Fähigkeit geschenkt bekommen habe, um diesen seriösen Beruf auszuüben und dafür bin ich dankbar. Wenn ich einen Wunsch offen hätte, dann wäre es, dass mein Berufsbild mehr Wertschätzung in der Gesellschaft erhält.

Wissenschaftlerin Michaela Auch Michaela ist ein ausgeprägter Kopfmensch. In diesem Video erfährst du mehr über ihre persönlichen Erfahrungen.



Hier gelangst du zu meinem Video.


Kommentare


bottom of page